Lauch wie eine Pagode

Nectaroscordum whiteflowerfarm
Nectaroscordum whiteflowerfarm

Blüten von Pagodenlauch (Whiteflowerfarm, USA)

Pagodenlauch, Bulgarischer Lauch, Sizilianischer Honiglauch, Sizilianischer Scheinlauch oder bulgarischer Schmucklauch sind schöne Namen für Nectaroscordum siculum. Man ahnt auch schon wo die Pflanze heimisch ist: in Süd-Frankreich, auf Korsika, sowie in Italien auf Sardinien, Sizilien, in der Toskana, aber auch auf der Krim und im westlichen Anatolien.

Nectaroscordum opening Margaret Roach

Das Aufgehen der putzigen Zipfeln von Nectaroscordum (Margaret Roach, USA)

Das Pagodenlauch ist eine sehr aparte Strukturpflanze mit Blüten, die sich aus putzigen Zipfeln, zu einer hängenden Dolde entfalten und sich im Abblühen wieder aufrichten wie einer Pagode. Aus den Blütenknospen entfalten sich auf etwa 1 m hohen Stielen große Dolden glockenförmiger, nickender Blüten, die mit einem delikaten Farbenspiel von elfenbeinweiß-zartgrün-purpurrot gestreift überraschen.

Nectaroscordum first flowers open Burford Garden company

Die ersten Blüten von Nectaroscordum haben sich geöffnet (© Burford Garden Company, UK)

Die Pflanze ist heiß begehrt bei Hummeln und Wespen. Vorteilhaft ist ein gut drainierter, durchlässiger und sonniger bis halbschattiger Standort. Die Blütezeit liegt im Mai, nachdem die Blätter abgestorben sind. Versamt sich und deshalb gut zur Verwilderung geeignet!

Nectaroscordum Jacky Parker

Eine tolle Aufnahme der Blüten von Nectaroscordum von Jacky Parker (Jacky Parker, UK)

Und zuletzt noch eine fantastische Aufnahme von Nectaroscordum Blüten, bevor es Beispiele von Pagodenlauch mit anderen Pflanzen kombiniert gibt.

Nectaroscordum Verbascum Janet Davis

Nectaroscordum passt farblich sehr schön zu Verbascum ‘Southern Charm’ (Janet Davis, Canada)

Wie gut das Pagodenlauch zur Geltung kommt, sieht man in den Beispielen. Oben im “ton sur ton” mit Verbascum und unten vor einer dunklen Hintergrund von Heuchera.

Nectaroscordum Heuchera close Sigash

Heuchera bildet eine wunderschöne Hintergrund um die Blüten von Nectaroscordum zur Geltung kommen zu lassen (Sigash, D)

Natürlich sollten auch diesmal Bilder von unserem Vorgarten nicht fehlen! Zuerst ein Bild aus der Rabatte der Banane. Hier sieht man die ausgeblühten Pagoden neben Nigella, Stipa, Allium sphaerocephalon und Acanthus. Auch während der Blüte eine wahre Augenweide, wo die Farben toll abgestimmt sind.

Nectaroscordum Allium Nigella Acanthus Stipa Sigash klein

Verblühte Nectaroscordum wie Pagoden mit Allium, Nigella, Acanthus und Stipa (Sigash, D)

Das letzte Bild berührt mich jedes Mal wenn ich im Eingangsbereich verweile. Ganz hinten sieht man das Lila des Lavendels, unter der Albizzia blühen üppig die Agastachen und vorne bei der Treppe halten die wunderschöne ‘Burgundy Ice’ Rosen die Allium sphaerocephalon aufrecht.

Rosa Burgundy Ice, Allium, Agastache, Lavandula horizontaal Sigash klein

Rosa Burgundy Ice, Allium, Agastache, Lavandula (Sigash, D)

30. Juni 2017 von Sietske
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Die Pflanze mit der Zahl Drei

Trillium roseum close klein Sigash
Trillium roseum close klein Sigash

Eine Trillium grandiflorum roseum Blüte mit drei Kelchblättern (Sigash, D)

Heute möchte ich eine wunderbare rosafarbige Trillium vorstellen: Trillium grandiflorum roseum. Waldlilien oder Trillium sind eine ganz besondere Pflanzengattung, die komplett mit der Zahl Drei assoziiert ist. Alles ist dreifach vorhanden: drei Blätter, drei Kelchblätter, drei Blütenblätter und dreirippige Früchte. Ich liebe diese Pflanzen, so charakteristisch und ausgefallen.

Trillium roseum John Glover UK

Die rosafarbige Trillium (John Glover Photography, UK)

Trillium sind typische Charakterpflanzen der nordamerikanischen Wälder, die optimal gedeihen auf lockeren, tiefgründigen, feuchten Humusböden an schattigen Stellen. Trillium sind keine “Allerweltspflanzen”, man sollte sie schon umhegen und pflegen. Ihre Mühe wird jedoch mit der rosafarbigen Blütenpracht reichlich belohnt.

Und natürlich gibt es auch diesmal Bilder von unserem Vorgarten!
Im Mai blühen die Schwertlilien üppig. Hier ein paar Bilder, ein Mal von der Straße aus und ein Mal von der Terrasse vor dem Haus aus gesehen. Deutlich in der Mehrheit sind die vielen zweifarbige Schwertlilien die Lila blühen.

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Unser Vorgarten vom Eingangsbereich aus gesehen mit Tulpen, Nepeta, Schwertlilien und der Morio Skulptur (Sigash, D)

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Eine Überblick der Schwertlilien von der Terrasse aus gesehen, mit Nepeta und Allium in Vordergrund (Sigash, D)

Ein Bild von der besonders hübsche ‘Superstition’ sollte nicht fehlen. Die Hängeblätter sind samtig und fast schwarz, die Domblätter sind etwas heller aber immer noch sehr dunkel lilafarbig, einfach wunderschön, vor allem vor den gelbgrünen Frauenmantel!

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Die samtige, dunkel lilafarbige Iris ‘Superstition’ und Alchemilla (Sigash,D)

 

26. Mai 2017 von Sietske
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Ein grüner Edelstein

Clematis Emerald Dream close Sigash
Clematis Emerald Dream Sigash

Clematis ‘Emerald Dream’ (Sigash, D)

Ein Clematis ist mit diesem grünen Edelstein angespielt. Normalerweise wäre die Beschreibung Edelstein überhaupt nicht passend für eine Kletterpflanze wie die meisten Clematis, aber Clematis ‘Emerald Dream’ hat einen ganz besonderen Habitus. Dieser relativ neuer (seit 2014 auf dem Markt) Clematis bildet kleine immergrüne Hügel, die in der Sonne glänzen wie richtig wertvolle grüne Edelsteine.

Clematis Emerald Dream close Sigash

Eine Nahaufnahme der Blüten von Clematis ‘Emerald Dream’ (Sigash, D)

Die meiste Zeit des Jahres bestehen diese Kissen nur aus wunderschönem filigranen farnähnlichen Blatt. Jedoch in den Monaten April und Mai verwandeln diese Hügel in cremefarbene Kissen. In dieser Zeit bildet jeder Edelstein Massen von sternförmigen Blüten. Wenn man die schöne Blüten näher betrachtet, kann man schmale grüne Streifen erkennen, die diese Kissen auch während der Blüte mit einem Hauch von Grün verfeinern.

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Die grüne Zeichnung der Blütenblätter von ‘Emerald Dream’ kann man gut erkennen (Sigash, D)

Und das es weiter geht mit unserem Vorgarten, kann man ganz toll erkennen an den untenstehenden Bildern! Wir waren selber positiv überrascht!

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Unser Vorgarten im April 2014, so war es vorher (Sigash, D)

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Unser Vorgarten im April 2015 als wir unendlich viele Steine gesammelt hatten (Sigash, D)

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Unser Vorgarten im Juni 2016 (Sigash, D)

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Unser Vorgarten jetzt, Anfang Mai 2017 (Sigash, D)

05. Mai 2017 von Sietske
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Tulpen Vielfalt

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ingang Tulipa SpringGreen QueenoftheNight Nepeta Sigash

Tulipa ‘Spring Green’ und ‘Queen of the Night’ mit Nepeta (Sigash, D)

Wie schon im letzten Blog Beitrag versprochen, gibt es heute Bilder von unseren Tulpen Vielfalt. Es gibt ja so viele verschiedene Farben und Formen bei den Tulpen! Hier rechts ist ein Bild von unserem Eingangsbereich wo die schlichte, sehr dunkele ‘Queen of the Night’ kombiniert ist mit der besondere grün gefiederte ‘Spring Green’. Es blühen momentan aber auch schon die Paeonien, wie man in dem Bild unten mit der Morio Skulptur sehen kann.

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Der Eingangsbereich mit Paeonia, Nepeta, die Morio Skulptur und im Hintergrund Tulpen (Sigash, D)

Auf dem selben Bild im Hintergrund kann man schon die ersten Tulpen aus den Blütenblättern erkennen. Dieses Blütenblatt wird im Bild unten aus der Nähe gezeigt. Hier gibt es eine fast schwarze Tulpe ‘Black Hero’ die kerzengerade neben ‘Rem’s Favourite’ mit der mit Weiß geflammten Zeichnung, steht. Die dunkele Farbe der Tulpen kommt zurück in der Heuchera.

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Tulpen ‘Rem’s Favourite’ und ‘Black Hero’ zwischen Stipa und Heuchera (Sigash, D)

Weitere Beispiele der Tulpen Vielfalt in unserem Vorgarten wird in Bildern von drei anderen Blütenblättern gezeigt.

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Nepeta, Salvia, Artemisia mit Tulipa ‘Burgundy’ und ‘Candy Prince’ (Sigash, D)

Im Bild oben gibt es eine “normale” Tulpenform zusammen mit der Lilienform von ‘Burgundy’. Im Bild unten ist die ‘Spring Green’ wiederholt, diesmal mit einer aparten Form ‘Renown Unique’. Die Farbe der rötlichen Tulpe findet man wieder in der Heuchera und den Stängeln der Euphorbie.

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Tulipa ‘Spring Green’ und ‘Renown Unique’  zwischen Euphorbia, Heuchera, Hakonechloa (Sigash, D)

Auf dem letzten Bild der Tulpen Vielfalt sieht man dicht gefüllte, paeonienartige Blüten der Tulpe ‘Orange Princess’ in einer gewagten Kombination mit der lachsfarbige ‘Apricot Fox’. Genau in der Farbpalette dieser Tulpen blüht auch der Geum, der dazu gesetzt ist.

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Tulpen ‘Orange Princess’ und ‘Apricot Fox’ mit Geum und im Hintergrund Euphorbia (Sigash, D)

Und es geht weiter mit unserem Vorgarten: ich habe den Winter über überlegt wie ich die Pflanzen Kombinationen weiter ausklügeln kann! Das war der Anlass wieder in den Niederlanden zu fahren um Pflanzen zu holen. Und manchmal müssen bestimmte Pflanzen dann entfernt werden. Mir war der Habitus von Miscanthus zu grob und och, so lange stand er noch nicht da……

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Der Miscanthus ist raus! (Sigash, D)

Jedoch war es nicht so einfach als gedacht, um den Miscanthus zu entfernen. Ein Pickel musste her um diese schweren Rhizomklumpen ze teilen. Als die dann endlich raus waren, hatten wir einen Flashback von Bambus……es gab viele Wurzeln und dazwischen noch etliche Rhizomstücke viel tiefer als eigentlich sein dürfte…..also haben wir wieder eine Grube gegraben. Diesmal war die glücklicherweise nicht soooo groß und ich brauchte auch kein Sieb.

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Aber es gibt noch Rhizome und Wurzeln…. (Sigash, D)

21. April 2017 von Sietske
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Ein Tagesstern im Frühling

Fritillaria Castor closer Sigash klein
Tagesstern Fritillaria Castor closer Sigash klein

Tagesstern Fritillaria ‘Castor’ (Sigash, D)

Viele kennen die Kaiserkrone (Fritillaria imperialis), eine Pflanzenart in der Familie der Liliengewächse. Heute beschreibe ich eine Nahverwandte dieser Fritillaria, F. eduardii ‘Castor’. Der Name ‘Castor’ deutet auf einen Stern in der Gemini Konstellation und die Blüten dieser Pflanze sehen wirklich aus wie orangefarbige Tagessterne! Die Blütenblätter sind in einem schönen zart orangen Farbton und ihrer Nervatur ist dunkler Orange. Die Blüten stehen in einem leichten Winkel, einladend zum Hereinsehen. Oberhalb der Blüten ist ein Laubblattschopf vorhanden und bis zu sechs Blüten bilden einen sogenannten Scheinquirl.

Fritillaria Castor closeup Sigash klein

Nahaufnahme von Fritillaria ‘Castor’ (Sigash, D)

Der Tagesstern ‘Castor’ besiedelt in Tadzjikistan, Türkei, Irak, Iran und Afghanistan steinige Hängen und Gebüsche in Höhenlagen von 1250 bis 3000 Metern.

Fritillaria ‘Castor’ erscheint und blüht 10 bis 14 Tage früher als ihre königlichen Verwandten. Während der Blütezeit wird die Pflanze immer höher und erreicht ihre 50 cm, wenn die Blüten über ihren Höhepunkt sind. Damit ist dieser Tagesstern deutlich kleiner als F. imperialis (90 bis 150 cm hoch). Außerdem unterscheidet sich Fritillaria ‘Castor’ von der Kaiserkrone in dem sie nicht den fuchsartigen Geruch verbreitet.

Fritillaria Castor Sigash klein

Fritillaria ‘Castor’ vor dem Cortenstahl Ring mit Festuca (Sigash, D)

Ihre Frost Resistenz ist großartig und das hat Leonid Bondarenko unterhaltsam beschrieben: “This species flowers at the same time as the earliest bulbs. The latter are usually short plants and the flowers are protected on a cold night by their proximity to the ground warmed by the accumulated heat of the sun. This cannot help tall plants and more than once I have seen plants of F. eduardii after a very cold night standing like columns of ice but they always come to life under the rays of the sun. The leaves are never damaged, even by very heavy frosts, but if the plants have flowers these are protected since the stem loses elasticity in the middle and consequently bends to put the top of the stem with the flowers on the ground.”

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Viele Muscari zwischen Fargesia (Sigash, D)

Und es geht weiter mit der Entstehung unseres Vorgartens! Die Devise ist selbstverständlich Unkraut jäten, aber wir genießen das Wachstum des neuen Grüns und natürlich die Frühlingsblüten! Heute Bilder von unsere Muscari und mini Crocus ‘Orange Monarch’. In zwei Wochen gibt es Bilder unserer Tulpen.

Crocus Orange Monarch closer Sigash klein

Crocus ‘Orange Monarch’ (Sigash, D)

Jedoch möchte ich euch nicht ein Bild enthalten von unserer neuen Skulptur aus Sandstein. Die Bildhauerin Bettina Morio hat es aus einem alten Sandstein, der früher in den Wingert benutzt wurde, kreiert. Obwohl die Skulptur aus Sandstein ist, bringt sie Leichtigkeit in unserem Garten! Das Leben ist so schön!

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Das Kunstwerk von Bettina Morio in unserem Eingangsbereich (Sigash, D)

07. April 2017 von Sietske
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Das Rot von Anna

Helleborus Anna Sigash 2017-03

Die Mandelbäume sind in voller Blüte und dieses Wochenende gibt es wieder das Mandelblütenfest in unserem Nachbardorf Gimmeldingen und das heißt: es ist wieder Frühling! Höchste Zeit um einen neuen Blogeintrag zu schreiben.

Helleborus Anna Sigash 2017-03

Helleborus ‘Anna’s Red’ in unserem Vorgarten (Sigash, D)

Die ersten Blüten in unserem erwachenden Garten, sind die Blumen der Christrose. Ich habe schon mal zu Weihnachten über die Christrose, Helleborus geschrieben, also die Details können Sie unter dem Link finden. Heute möchte ich eine ganz spezielle Helleborus zeigen und zwar die Sorte ‘Anna’s Red’. Ich liebe Farben und ‘das Rot von Anna’ ist herzerwärmend in dieser kalten Jahreszeit.

Helleborus Anna closer Sigash 2017

Die Blüten der Helleborus ‘Anna’s Red’ neigen wie üblich etwas nach unten (Sigash, D)

Helleborus Anns's red Plant Delights Nursery UK

Eine Nahaufnahme von Ann’as Red (Plant Delight Nursery, UK)

Ich habe diese Sorte vor 2 Jahren entdeckt. Sie wächst, gedeiht und blüht vor allem sehr üppig, wie man auf den Bildern oben sehen kann. Es gibt mindestens 80 Blüten (und Knospen) an dieser einen Pflanze! Wie wunderschön die Blüten von dieser besonderen Christrose ‘Anna’s Red’ sind, hat Paul Heijmink auf der Makroaufnahme unten toll festgelegt.

Helleborus Anna's Red Paul Heijmink NL

Makrofotografie der Helleborus Anna’s Red (Paul Heijmink, NL)

Und es geht weiter in unserem Vorgarten! In dieser Jahreszeit ist es hauptsächlich das Zurückschneiden der Stauden und Gräser, den Schnitt der Gehölzen und Kletterpflanzen. Aber sogar das Unkraut Jäten macht richtig Spaß wenn man die neuen Triebe entdeckt und wachsen sieht.

Sigash Vorgarten 2017-03

Eine Übersicht von unserem Vorgarten im März 2017 (Sigash, D)

Zuletzt sollte es natürlich noch ein Bild von unserem Vorgarten geben. Leider ist auf dieser Übersichtaufnahme nicht so viel Detail ersichtlich, aber dafür gibt es in den nächsten Beiträgen schöne Nahaufnahmen. Die verschiedensten Blumenzwiebeln entwickeln sich momentan toll in unseren Vorgarten. Es blühen schon verschiedene Krokusse, Narcissen und ganz viele Muscari; des weiteren wird es demnächst Frittilaria, Leucojum und eine Vielfalt von Tulpen geben, und etwas später im Mai mehrere Sorten Allium. Wir freuen uns schon richtig drauf!

24. März 2017 von Sietske
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Aktuell: Winterpause

Liebe Leser und Leserinnen meines Blogs,

ab heute werde ich wieder eine Winterpause einlegen, so wie letztes Jahr. Teils gezwungen, weil gerade die Platte und die Schrauben aus meinem Fuß herausoperiert wurden. Das ist relativ gute Planung, denn ab Mitte November kann man ehe nicht so viel mehr im Garten machen und das erzeugt Zeit und Muße, um zu überlegen wie unser Vorgarten weiter gestaltet wird……

Bevor diese Winterpause aktuell wird, gibt es noch ein kurzes Update. Auch in diesem Herbst waren wir wieder sehr produktiv im Vorgarten. Wir haben Pflanzen umgesetzt, manchmal aus Platzgründen, weil manche Pflanzen doch etwas größer werden als vorhergesagt wird; jedoch meistens um eine bessere Harmonie in unserem Vorgarten zu kreieren, damit die Farbabstimmungen noch besser werden (Pflanzen müssen ja erst mal im Garten gedeihen um die Farbe der Blüten, Blätter und Stängel bestimmen zu können) oder die Blattmorphologien schönere Kontraste bilden. Die Teile des Vorgartens, die an den Nachbarsgrundstücken grenzen, gefallen mir immer besser. Auch mit 6 der 8 Blütenblätter bin ich sehr zufrieden, jedoch mit 2 Blütenblätter bin ich noch am Überlegen, wie ich die noch schöner gestalten kann – dafür sind die Wintermonate sehr gut geeignet!

Sigash bollenzakjes

Ein Teil der Blumenzwiebeln (Sigash, D)

Es ist eine richtige Freude zu sehen was momentan noch alles in unserem Vorgarten blüht (leider bin ich zu schlecht zu Fuß um aktuelle Bilder zu machen): Nepeta, Alchemilla, Echinacea, Agastache, Scabiosa, Gaura, Heuchera, Lobelia, Salvia, Liriope, Fuchsia, Knautia und natürlich Chrysanthemum. Aber auch sogar die frostempfindliche Cosmos atrosanguineus und Eucomis sind immer noch eine wahre Pracht! Echte Zeichen, dass der Winter kommt sieht man jedoch an den Blättern der Banane, da sind die ersten Symptome von leichtem Frost sichtbar und unserer Kakibaum verliert seine Blätter um die orangefarbigen Früchten voll das Bühnenlicht zu überlassen.

Natürlich haben wir auch viele Blumenzwiebeln gesetzt……..ein Muss für eine Niederländerin! Es ist ja herrlich wie viel verschiedene Blumenzwiebeln es gibt, viel mehr als das Gelb, Rot und Rotgelb – die Farben die man in unserer Wohngegend hauptsächlich sieht. Wir freuen uns schon sehr, wenn der Frühling wieder im Aufmarsch ist und die ersten Blumenzwiebeln blühen………..

Selbstverständlich werde ich nach der Winterpause im nächsten Jahr wieder in meinem Blog über die Entwicklung unseres Vorgartens berichten. Wer das nicht verpassen möchte, kann sich einfach auf meinen Blog abonnieren, indem man in der linken Spalte unter ‘subscribe’ seinen Email einträgt.

Ich wünsche alle eine wunderschöne blütenreiche Zeit – man kann die Blüten ja ins Haus holen, wenn es draußen wenige gibt!

18. November 2016 von Sietske
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Kleine Früchte an unserer Basjoo Banane

Musa basjoo, die Japanische Faser-Banane, ist eine sehr beliebte Bananenart und die winterhärteste aller Bananenpflanzen. Ich habe schon mal über diese Banane in meinem Blog geschrieben und über unsere mini-Bananen berichtet. Heute gibt es Details, wie man diese tollen Pflanzen überwintern kann und über die Früchte.

Tropengarten Musabasjoo

Großer Horst der Musa basjoo im Botanischen Garten Stuttgart-Hohenheim (Tropengarten, D)

Die Musa basjoo ist bedingt winterhart. Die Wedel bekommen bei Temperaturen von unter 3 Grad einen Frostschaden, werden blaubraun, verwelken und fallen ab. Der Stamm verträgt Temperaturen von -3 bis -8 Grad; das Rhizom bzw. die Wurzel jedoch, vorausgesetzt das die mit Laub oder Mulch gut geschützt ist, wird als winterhart bis Temperaturen von −17 °C beschrieben. Nach den ersten tieferen Frösten wird ein Teil der Blätter abfallen; mann sollte die restlichen Blätter abschneiden und den verbliebenen Stamm ‘einpacken’ oder mulchen. Alternativ kann man auch den Stamm etwa 30–40 cm oberhalb des Bodens abschneiden und schützen. Laut Tropengarten.de sollen sogar ungeschützte Exemplare einen Durchschnittswinter überleben können, sofern es sich um ältere Pflanzen mit entsprechend großem Wurzelstock handelt.

Tropengarten Musa basjoo Neuaustrieb

Neuaustrieb im April, nachdem die zurück gefrorenen Stämme bis ins gesunde Gewebe zurück geschnitten wurden (Tropengarten, D)

Das besondere an dieser Bananenstaude ist, dass sie im Freien blüht und zwar bei uns in Mitteleuropa, allerdings in milderen Gebieten Deutschlands. Der Blütenstand ist mit zahlreichen grün-gelb-rötlichen Hochblättern besetzt, die nach und nach abfallen. An der Unterseite eines jeden Hochblatts befinden sich mehrere Blüten in Reihen. Die Fruchte werden schon gebildet, aber Bananen ernten kann man kaum, denn unser kurzer Sommer reicht nicht, um sie ausreifen zu lassen. Reife Basjoo Bananen sind gelblich Grün, etwa 5–10 cm lang und 2–3 cm breit. Reife Früchte enthalten wenig weißes Fruchtfleisch, viele schwarzen Samen und sind leider nicht zum Verzehr geeignet.

Sigash Musa mei 2016

Unsere Musa Ende Mai (Sigash, D)

Wie hat sich unsere Basjoo Banane in unserem Vorgarten entwickelt?
Jedem Herbst, wenn die Temperaturen Richtung Gefrierpunkt sinken, schneiden wir die Stämme der Banane etwa 30 cm über den Boden ab und schützen das Wurzelwerk mit viel viel Laub. Anfang Mai, nach den Eisheiligen, wird unsere Musa ausgepackt. Innerhalb von ein paar Wochen ragen die ersten Stämme schon hoch hinauf, immer wieder erstaunlich!

Sigash Musa aug 2016

Unsere Banana im letzten August (Sigash, D)

Der Stamm, der letztes Jahr den Blütenstand gebildet hat, stirbt zurück. Wenn die Klimabedingungen günstig sind, bildet der nächst-große Stamm einen Blütenstand.

Sigash Musa flower 2016

Der Blütenstand unserer Basjoo Banane (Sigash, D)

So war es auch dieses Jahr: es hat sich einen Blütenstand gebildet….und es gab wieder kleine Bananen, sogar etwas größer und mehr als letztes Jahr!

Sigash Musa flowers close 2016

Eine Nahaufnahme der Blüten von Musa basjoo (Sigash, D)

Sigash Musa fruit close 2016

Eine Nahaufnahme unserer kleinen Bananen (Sigash, D)

 

04. November 2016 von Sietske
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Interview mit Peter Janke

Peter Janke-2016

Er verfasst Bücher, schreibt Artikel in Zeitschriften und ist Besitzer des wunderschönen Schaugartens HORTVS, eine Staudengärtnerei, und ein Gartenplanungsbüro: Peter Janke
Hier ein Interview mit einer der führenden Gartengestaltern in Deutschland.

Peter Janke-2016

Peter Janke

Wie würden Sie Ihr Gartendesign beschreiben; was kennzeichnet Ihren Stil?
Obwohl ich jedes meiner Gartenprojekte, jede meiner Planungen immer zwingend auf die individuellen Gegebenheiten von Ort, Architektur und Mensch abstimme, erkennt man einen Peter-Janke-Garten sofort. Es ist die Kombination aus offensichtlich menschgemachten, teils geometrischen Formen und Flächenaufteilungen und betont naturalistischen Pflanzeninhalten, aus der ich meinen Spannungsbogen rekrutiere. So entstehen viel-schichtige Analogien zwischen Mensch und Natur, die sich zu den unterschiedlichen Jahreszeiten immer wieder neu und andersartig ausbilden.

Man hat Sie mal beschrieben als jemanden mit ‘gärtnerischem Geschick und einer grossen Menge Kreativität’. 
Übersetzt heißt diese Beschreibung: Das gärtnerische Geschick ist gleichbedeutend mit dem pflanzlichen Wissen und der damit verbundenen Erfahrung im Umgang mit diversen Gewächsen. Die Kreativität bezieht sich auf meine Gabe, Pflanzbilder intuitiv zu entwickeln. Beides erachte ich als großes Geschenk. Denn das Wissen über Pflanzen erarbeite ich mir beim täglichen Gärtnern, die intuitive Gestaltung mit Pflanzen kommt einfach von allein aus mir heraus.

Flip van den Elshout Hortus Janke

Mittelmeerzypressen und Verbena bonariensis entlang der Allee im HORTVS (Flip van den Elshout, NL)

Ihr Beruf ist Ihre Freizeit, Sie haben Ihr Hobby zum Beruf gemacht; in Ihrem ‘hideaway’ schreiben, zeichnen und entwerfen Sie Gärten. Sie haben lange gezweifelt, ob Sie die künstlerische oder gärtnerische Richtung wählen. Für Außenseiter jedoch scheint es so logisch, dass Sie in die Fußstapfen Ihrer Großmutter (hatte eine eigene Gärtnerei mit u.a. Cyclamen) und Mutter (Floristin) treten würden. Was war entscheidend um diesen Beruf auszuüben?
Einzusehen, dass es zwischen dem gärtnerischen und dem künstlerischen Prozess keine Unterschiede gibt. Beides ist vom Wechselspiel zwischen Form und Inhalt und zwischen Können und Intuition angesiedelt.

Ihre Zeit bei Beth Chatto ist allbekannt. Was war für Sie ausschlaggebend um nach Beth Chatto zu gehen?

Peter Janke Verbena

Schöne Gegenlicht Aufnahme im HORTVS (Peter Janke, D)

Die Begegnung mit Beth Chatto und mit ihrem Garten waren und sind für mich prägend. Ich kannte Beths Gestaltungen bis dato nur aus Publikationen. Beth Chatto Gardens war dennoch von Anfang an meine Nummer eins, um in England zu arbeiten. Alle meine Erwartungen wurden um ein vielfaches übertroffen.

Wie war Ihre Schulung vor und nach Beth Chatto?
Vor meinem Englandaufenthalt dachte ich zu sehr in erlernten, gärtnerischen Strukturen. Einem Wissen, welches in Büchern und Lehrinhalten verankert ist. Beth lehrte mich Pflanzen neu zu erkennen und nach ihren individuellen, am Naturstandort evolutionär ausgebildeten, Stärken im Garten einzusetzen.

Ute Strunk Hortus Peter Janke

Frühling im Kiesgarten vom HORTVS (Ute Strunk, D)

Sie haben einmal gesagt, dass deutsche Gärten zu geordnet sind….
Ich sollte heute besser sagen: zu geordnet waren. Denn es hat sich in den letzten Dekaden ja so viel verändert! Die deutsche Gartenkultur steht wieder für etwas. Nämlich für eine betont naturhafte Gartenästhetik. Und obwohl ich den Begriff ‚New German Style‘ nicht besonders schätze, ist er Synonym für eine erneut Naturbilder in unsere Gärten bringende Herangehensweise. Der Ansatz hierzu ist natürlich nicht neu. Bereits die großen deutschen Gartenkünstler des neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhunderts verbanden Gartenglück und stimmige Außenraumplanung immer mit Naturbildern. Ich bin der Meinung, dass dies der deutschen Seele immanent ist.
Nun ist ebenso ein gewisses Ordnungsbedürfnis hierzulande prägend. Das zeichnet uns ja schließlich ebenso aus, wie der Hang zur Romantik. In meinem HORTVS habe ich daher eben diese beiden Pole – Geometrie und Grafik zum einen und naturhaft-wilde Poesie zum anderen vereinigt.

Lis von LIndenhof Hortus Peter Janke

Der Kiesgarten mit Knautia, Nepeta und verschiedene Alliumsorten im Kiesgarten (Elisabethsgartenwelt, D)

In Ihrem 1,4 ha großen Schaugarten HORTVS gibt es einen Kies-, Wald-, Silber-, Stauden- und Wiesengarten mit insgesamt etwa 4500 Pflanzensorten. Interessant ist es, wie dieser Garten gestaltet wurde. Ist es richtig, dass die Erde gar nicht aufgearbeitet wurde und das Design sich dem Ergebnis der Erdboden Analyse angepasst hat?
Das war für mich die einzig logische Lösung. In Hinblick auf eine der Natur gegenüber verantwortungsvolle gärtnerische Herangehensweise macht es keinen Sinn Bodenstrukturen maßgeblich zu verändern. Verbesserungen in Form von Kompostgaben und Lockerungen (nur dort, wo es sinnvoll ist!) nehme ich passgenau vor, ansonsten bleibt das Bodengefüge, wie es ist. Es gibt schließlich für jede Standortsituation entsprechende Pflanzenspezialisten.

Lis von Lindenhof Hortus Janke wilgen

Weidenskulpturen von der Effektschmiede im HORTVS (Elisabethsgartenwelt, D)

Mit welchen Pflanzen arbeiten Sie am liebsten?
Oftmals mit reinen Arten, weniger mit überbordend-züchterisch bearbeiteten Kultursorten. Doch unter dem Strich: Mit denen, die mir gefallen. Im Moment gefallen mir Alpenampfer – Rumex alpinus, Strand-Quecke – Elymus athericus, Bergminzen – Pycnanthemum in Arten und all die vielen großartigen Umbelliferen sehr gut.

Sie reisen in die ganze Welt und bringen auch Exoten mit; was ist Ihnen von diesen Pflanzenerkundungsreisen am meisten beigeblieben? Was war Ihr bester und schlechtester Pflanzen- Fund?
Eine meiner ersten echten Pflanzenerkundungsreisen führte mich 1987 in den US- Bundesstaat New York. Ich war begeistert von Erlenbruchwäldern, die mit Lysichton americanum in voller Blüte ausgekleidet waren. Doch dass tatsächlich eine Gruppe von Arisaema triphyllum, die ich damals im Waldgarten meines Onkels mitnehmen durfte, hier noch immer gedeiht, macht mich glücklich.

Aegopodium_podagraria

Aegopodium podagraria, wird auch Giersch genannt….

Gut und schlecht – diese Kategorien gibt es im Pflanzenreich nicht. Aber gartenwürdig oder nicht, das könnte hier besprochen werden. Im Alter von etwa zwölf Jahren verliebte ich mich im hiesigen Stadtwald in ein Gewächs, dass ich aus unserer Gärtnerei nicht kannte: Aegopodium podogaria. Es hatte wunderschönes Laub und herrlich weiße Schirmblüten. Ich stibitzte ein paar Pflänzchen nahe eines Wanderweges. Eingepflanzt am Fuße einer Hecke im familiären Gartenbaubetrieb gedieh es mehr als prächtig….

Was oder wer ist für Sie ein großes Vorbild in der Gartenarchitektur?
Was ist die gesamtgesellschaftlich gelebte Gartenliebe der Engländer.
Wer ist der großartige Fürst Pückler-Muskau: für mich gibt er den ersten authentischen und vor allem konsequenten Startschuss in Deutschland für eine neue Gartenästhetik, die sich erstmals auch stilistisch an Naturbildern ausrichtet. Fürst Pückler-Muskau war ein wagemutiger Visionär, dessen Tun und Schaffenskraft noch immer die Avantgarde der Zeitgenössischen Gartenkunst von hinten, also aus dem historischen Gepräge heraus, durch leuchtet und erstrahlen lässt.

Für Sie ist ihr eigener HORTVS der schönste Garten, den Sie kennen, denn “Der Garten soll immer Seelenspiegel sein”…..
Der HORTVS ist Kaleidoskop meiner Seele. Seine Vielschichtigkeit, seine zum Teil sehr unterschiedlichen Räume & Pflanzenvignetten fügen sich bei jedem Spaziergang immer wieder zu einem komplexen Ganzen zusammen. Ich könnte auf keinen Teil, auf kein einziges Detail oder auch nur auf eine Pflanze verzichten.

Christina von organicgardendreams Hortus Peter Janke

Eine der formalere Gärten im HORTVS (organicgardendreams, USA)

21. Oktober 2016 von Sietske
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Lampenputzer aus Hameln?

Marechal Pennisetum closeup
Marechal Pennisetum closeup

Eine Nahaufnahme von Pennisetum ‘Hameln’ (Marechal, Belgien)

Es gibt wirklich ein sogenanntes Lampenputzergras. Namensgebend für diese Pflanze sind die Blütenstände, weil diese etwas fedrig, borstig abstehen und damit einem Lampenputzer, eine Art Bürste, ähneln. Die Pflanze wird auch Federborstengras oder Pennisetum alopecuroides genannt. Heute beschreibe ich die Sorte ‘Hameln’, die mit ihrer zierlichen Blättern von etwa 50 Zentimetern Länge etwas kleiner als die Wildform wird (keine Ahnung was die mit Hameln zu tun hat…). An dieser Sorte ‘Hameln’ erscheinen im Spätsommer die silbrich-rotbraunen Ähren. Im Herbst wandelt das Ziergras seine Farbe in ein leuchtendes Gelb, so dass es dem Garten auch dann noch eine besondere Note verleiht. Die Blütenstände sowie das hellbraune Winterlaub sind auch während der Winterzeit bis im Frühjahr dekorativ.

Greenfingersonline Pennisetum Echinacea

Eine noch nicht blühende Pennisetum ‘Hameln’ mit Echinacea ‘White Swan’ (Greenfingersonline, NL)

Pennisetum ‘Hameln’ liebt nährstoffreiche, durchlässige, warme Böden. Die mehrjährige Staude ist ursprünglich in der Region von Ostasien (Korea und Japan) bis Australien beheimatet, ist allerdings etwas frostempfindlich und benötigt daher einen Winterschutz. Das Ziergras versamt nicht und bildet keine Ausläufer, sondern kräftige Horste: es vermehrt sich also nicht unkontrolliert im Garten!

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Pennisetum ‘Hameln’ zusammen mit Coreopsis ‘Moonbeam’ (Bluleaf, Canada)

Das dekorative Ziergras ist sowohl als Solitärstaude als auch in Gruppen angeordnet (wie im Bild von Van Dooren Tuinen weiter unten) ein Blickfang im Garten. In zwei Bildern dieser Blogpost zeige ich weiße und gelbfarbige Kombinationen von Pennisetum ‘Hameln’ für den Prärie Garten: oben mit Echinacea ‘White Swan’, darunter mit Coreopsis ‘Moonbeam’.

Van Dooren Tuinen Pennisetum mass planting

Pennisetum großflächig in einem modernen Ambiente (Van Dooren Tuinen, NL)

Pennisetum ‘Hameln’ lässt jedoch auch Nachbarn kräftigerer Farben sehr gut zur Geltung kommen.
In unserem eigenen Vorgarten kann man sehen, wie gut Pennisetum ‘Hameln’ auch in einem eher klassischen Stil neben Rosen gepflanzt werden kann. Ich habe die wunderschöne Rose ‘Burgundy Ice’ gewählt und durch ‘Hameln’ erkennt man die fliederfarbigen Blütenrispen von Perovskia atriplicifolia.

Sigash Pennisetum Rosa

In unserem Eingangsbereich habe ich auch Pennisetum ‘Hameln’ gesetzt mit dahinter Perovskia atriplicifolia und daneben die Rose ‘Burgundy Ice’ (Sigash, D)

Auf dem letzten Bild kann man noch etwas mehr Pflanzensorten erkennen, wie zum Beispiel Lagerstroemia, die blauen Bälle von Echinops, die hellgrüne Lespedeza und ganz vorne, vor der gusseisernen Feuerschale, Nepeta x faassenii. Jedes Mal wenn ich die Treppe hochgehe, genieße ich diesen Anblick……..einfach herrlich!

Sigash ingang overzicht

Unser Eingangsbereich von der Straße aus gesehen (Sigash, D)

07. Oktober 2016 von Sietske
Kategorien: Garten Design, Gartenbau, Gartenentwurf, Gartengestaltung | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentare deaktiviert

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