Charme des Männerfarns

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Ein erwachsenes Exemplar von Dryopteris filix-mas

Pflanze der Woche ist der Männerfarn, Dryopteris filix-mas. Der Männerfarn ist in den Gemäßigten Gebieten der ganzen Nordhalbkugel weitverbreitet. Die Wedel dieses bis in den Winter grün bleibenden, 30-120 cm hohen Farnes sind in einer trichterförmigen Rosette angeordnet. Sie erreichen eine Länge von 30 bis 140 Zentimetern. Der kurze Blattstiel ist locker mit gelbbraunen Spreuschuppen besetzt.
Im Allgemeinen sind Farne magische Pflanzen, weil sie schon vor etwa 400 Millionen Jahren existierten und so anders sind als die meisten Pflanzen. Das Entfalten der jungen Blättern ist ein wunderbares Ereignis und hat oft zu Kunst inspiriert.

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Nahaufnahme von einem jungen Blatt, wie das häßliche Entlein (Sigash, D)

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Die ersten Blattwedel erscheinen

Das auffallendste Merkmal der Farne ist die Bildung der Sporen, die beim Männerfarn auf der Unterseite des Blattes in Sori vereint sind.

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Sori mit Sporen an der Unterseite des Blattes

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Detail der Blattunterseite mit unreifen Sori

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Blattunterseite wo Sporen aus den Sori quellen

Der Echte Wurmfarn (Dryopteris filix-mas) ähnelt dem Gewöhnlichen Frauenfarn (Athyrium filix-femina). Dieser hat jedoch heller grüne Wedel und die Fiederchen sind feiner gesägt, der Wurmfarn dagegen hat gröber gesägte Fiederchen und dunklere Wedel. Dieser Unterschied hat auch zu den Namen Frauenfarn (filix femina) und Männerfarn (filix mas) geführt und geht sogar bis auf Leonhart Fuchs (1543) zurück, der diese Farne Wurmfarn weible bzw. Wurmfarn mennle nannte.

Dryopteris filix-mas wird auch echter Wurmfarn genannt. Diese Farne enthalten in den Wurzelstöcken als medizinisch wirksame Substanzen Phloroglucinverbindungen („Filizin“), die Darmparasiten lähmen. Die Extrakte wurden daher früher zur Behandlung von Bandwurmbefall eingesetzt.

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Eine Komposition mit Männerfarne, Hosta und Schwertlilien (Howard Rice, UK)

Farne werden meistens gesehen in feuchte Umgebung und Wälder. Jedoch Dryopteris filix-mas toleriert ohne Probleme Sonne und Trockenheit. Wir haben schon viele Jahre Männerfarne in unserem Garten, die sehr gut gedeihen. Durch ihre andere Art, können Farne das zusätzliche Touch in einer Gestaltung bringen.

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Eine Komposition von Dryopteris mit Astrantia und Iris (Nicholas Dexter, UK)

Hier ein paar Beispiele, wie man Dryopteris kombinieren kann. Zuerst eine Gestaltung in feuchter Umgebung mit Hosta aus England. Darunter ein Bild wo Dryopteris zusammen mit Iris und Astrantia zu sehen ist. Und zu guter Letzt ein Spiel der Blätterfarben zwischen Dryopteris und Heuchera aus Washington.

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Farbe inszeniert durch Malen mit Blättern (Karen Chapman, USA)

Die letzten Tage des relativ guten Wetters haben wir genutzt um das Verfugen des Eingangsbereichs auszuführen. Problematisch waren Blätter, die vor und während des Verfugens in die Fugen oder nach dem Verfugen in den frischen Mörtel wähten.

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Ein improvisiertes Zelt zum Verfugen

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Unter dem Zelt kann man verfugen ohne dass Blätter einwähen

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Dieses Zelt schützt gegen Regen

Außerdem sollte der Regen die frisch verfugten Platten nicht auswaschen. Bie Bilder zeigen ein paar Eindrücke von den Zelten, die mein Mann Maarten gebaut hat um in dieser Jahreszeit besser verfugen zu können. Und…….es ist jetzt fertig!

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Das Verfugen des Eingangsbereichs ist fertig!

28. November 2014 von Sietske
Kategorien: Garten Design, Gartenbau, Gartengestaltung | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentare deaktiviert