Geduld durch den Affenrutschbaum?

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Lose Platten werden festgeklebt

Geduld ist angesagt: schon vom Anfang der Gartenumgestaltung an (es geht einem ja nie schnell genug), aber speziell jetzt. Ich konnte nämlich 4 Wochen lang nichts machen wegen eines eingeklemmten Nervs im Nacken und machte mir Sorgen um die Fortschritte beim Verfugen. Es läuft nicht so rund mit dem Verfugen der Sandsteinplatten: der Weg wurde zwischendurch doch benutzt und mehrere Platten lagen nicht mehr fest.

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Vor dem Verfugen wird ausgesaugt

Bevor die wieder geklebt werden konnten, musste unterhalb den Platten den festgewordenen Mörtel ausgeklopft werden, damit die Höhe im Vergleich zu den umliegenden Platten wieder stimmte. Ein anderes Problem war, dass alles Mögliche in allen offenen Fugen gekommen war, das wieder herausgesaugt werden musste. Manche Fugen waren so schmal, dass man mit einer Zange die Steinchen oder Blätter herausholen musste.

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Trasszement wird angerührt

Wir haben in etwa 50 Stunden zu zweit vom Haus bis zum Rondell und den Seitenweg zur Terrasse verfugt! Es gibt aber noch Einiges mehr zu verfugen: die Terrasse, den Weg vom Rondell zum Eingang und die große Treppe!

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Das Verfugen der Sandsteinplatten, eine Arbeit die Geduld fördert.

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Der Weg bis dem Rondell ist fast fertig verfugt und unsere Geduld belohnt!

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Auch unsere Tochter hat mitgeholfen beim Verfugen

Wichtig ist, dass das Verfugen vor Frosteinbruch fertig ist, weil sich sonst die Sandsteinplatten los lösen und alles aufs Neue gelegt werden muss…..also es geht weiter mit Verfugen Verfugen Verfugen Verfugen Verfugen und….Verfugen. Es ist Geduldarbeit, aber man sieht direkt Ergebnis und es wird wunderbar!

Geduld kann man fördern mit Entspannung und was klingt mehr geeignet als einen Affenrutschbaum! Leider klappt das nur wenn man entweder ein Riesenexemplar von diesem Baum findet oder man sich selber winzig klein zaubert….also blieb mir nur Gelassenheit, oder wie eine liebe Freundin vorschlug ‘Denk einfach Verfugen ist Meditieren’.

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Eine Blüte von unserem Lagerströmia (Sigash, D)

Es gibt aber wirklich einen Baum der Affenrutschbaum genannt wird, Lagerstroemia indica, angeblich weil die eine glatte Rinde hat; die olivbraun bis zimtrot getönte Rinde blättert in größeren Schuppen ab (ähnlich der Platane).

Die schöne Rinde einer Lagerströmia (Melissa Clark, USA)

Die schöne Rinde einer Lagerströmia (Melissa Clark, USA)

Der kleine Baum oder mehrtriebige Strauch ist in den (sub)tropischenGebieten Asiens und Australiens beheimatet und bietet Vieles was ich mir von einer Pflanze wünsche: trockenresistent (zwar auch frostempfindlich) und alljährlich ein schöner Anblick.
Ein anderer Name für diesen kleinen Baum ist Krepp- oder Kräuselmyrte weil die Blüten gekräuselt sind und an bis zu 20 cm großen Rispen im August erscheinen. Je nach Sorte präsentieren sich rosa, rote, purpur, lila oder weiße Farben; wir haben ein Exemplar mit rosarote Blüten.

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Lagerströmia indica mit rosa Blüten (Melissa Clark, USA)

Bis in den späten Herbst kann die Blüte andauern und es werden dann Kapselfrüchte ausgebildet, die geflügelte Samen enthalten. Wenn die ersten kühlen Nächte auftreten, verfärben sich die Blätter zuerst gelb, dann orange, um schließlich den Baum gänzlich in einem feurigen Rot aufleuchten zu lassen, bevor sie endgültig abfallen. Auch im Winter macht der laublose Baum durch die Rinde und die knorrigen Äste einen faszinierenden Eindruck.

P.S. 10 Jahre Garten- und Pflanzenmarkt auf Schloss Zwingenberg am 13. und 14. September

12. September 2014 von Sietske
Kategorien: Garten Design, Gartenbau, Gartengestaltung | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentare deaktiviert