Viola als kulinarische Delikatesse?

Violas, wer kennt sie nicht? Mit diesen kleinen Pflanzen kann man in der grauen Winterzeit wieder etwas Farbe in den Garten bringen. Die Blüten des Frühblühers leuchten in allen Farben von Weiß über Gelb bis Rot und Purpur.

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Das kleinwüchsige Stiefmütterchen ‘Velour Blue’ hat Eigenschaften vom Hornveilchen Viola cornuta und den Wittrockiana-Hybriden geerbt.

Violas werden auch Veilchen oder Stiefmütterchen genannt. Der deutsche Name Veilchen ist direkt auf die lateinische Bezeichnung Viola zurückzuführen. Der Name Stiefmütterchen soll auf einen Vergleich zurückgehen: die beiden oberen, gewöhnlich ohne Zeichnung ausgestatteten Kronblätter sind die Stieftöchter, die seitlichen, auffällig gezeichneten Kronblätter die leiblichen Töchter und das unterste groß und stark gefärbte Blütenblatt die Stiefmutter. Laut dem Duden bedeutet ‘Stief-’ einfach ein Verwandtschaftsverhältnis und eine schlechte Behandlung geht damit nicht automatisch einher. ‘Stief-’ ist in der Bedeutung von gestutzt zu sehen und bezieht sich eher auf die Größe der Pflanze.

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Detail von einer Viola Blüte

Stiefmütterchen sind meistens Viola wittrockiana Hybriden, die aus zahlreichen Kreuzungen mehrerer Arten der Gattung entstanden sind. Stiefmütterchen sind typischerweise Zweijährige Pflanzen, die im ersten Jahr nur grünen und im zweiten Jahr blühen und vergehen. Sie können unter günstigen Bedingungen auch als mehrjährige Pflanzen wachsen. Wenn man regelmäßig alte Blüten entfernt, bekommen sie bis in den Spätsommer ununterbrochen Blüten! Violas mögen den Halbschatten lieber, vertragen nach Gewöhnung aber auch volle Sonne. Der Wasserverbrauch ist recht gering und sie überstehen sowohl nasse als trockene Perioden. Die große Mehrzahl der Arten gehört der nördlichen gemäßigten Zone an, in den heißeren Gebieten der Erde bewohnen sie die Gebirge. Die meisten dieser Veilchen sind an das mitteleuropäische Klima angepaßt, sie sind sehr frostbeständig.

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Klassisch mit Buxus und Viola (Nick McCullough, UK )

Es gibt viele Möglichkeiten um Violas anzupflanzen. Hier gibt es Beispiele von eher klassisch in Beeten, wie im Bild von ‘Thinking outside the boxwood’; oder eher verspielt als Wegbegleitung, wie das Bild von Jean Brooks zeigt.

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Viola als schöne Wegbegleitung (Jean Brooks, USA)

Man kann Violas aber auch im Topf pflanzen und so einfach und gezielt Farbakzente ins Graue zu bringen.

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Einzelne Töpfe mit Viola bringen einen Farbtupfer auf den Stufen  (Nicola Stocken, UK)

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Dünn geschnittene Scheiben von Gurke, Radieschen und Erdbeeren mit Veilchen Blüten zaubern Patchwork Tea Sandwiches (Mary McCachern, USA)

Die Blüten von Violas lassen sich auch kulinarisch verwerten und gehören beispielsweise zu den Zutaten des ursprünglichen Birne Helene-Rezepts. Man kann sie aber auch sehr gut in Salate oder auf Sandwiches dekorieren: sieht wundervoll aus und man kann sie noch essen auch!

06. Februar 2015 von Sietske
Kategorien: Garten Design, Gartenbau, Gartengestaltung | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentare deaktiviert